chronische Bronchitis...

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    • chronische Bronchitis...

      Ich habe mit 14 angefangen zu rauchen.
      Mit 19 hab ich dann mal Asthma diagnostiziert bekommen von einem Hausarzt, ohne jegliche weitere Untersuchung und obwohl ich noch nie einen Anfall gehabt habe (bis heute nicht!).
      Ich bin recht kräftig und hatte noch nie wirklich eine gute Kondition. Hat mich aber auch nie weiter gestört.
      Vor
      zwei Jahren fing es an, dass ich plötzlich beim gehen Luftnot bekam.
      Das hab ich zunächst mal auf's Rauchen geschoben. Als ich dann beim
      Rauchen immer häufiger husten musste, bin ich zu nem Lungenfacharzt
      gegangen. Der war ziemlich unfreundlich und sagte, ich solle aufhören zu rauchen und er könne eh nix feststellen, wenn ich meine Medis noch
      nehme (Hatte damals Salbutamol bei Bedarf und Seretide 2x täglich, was
      aber nicht viel half).
      Es wurde ein weiterer Termin vereinbart, den
      ich dann nicht wahrnahm, weil ich mich schämte, weil ich mit dem Rauchen
      nicht aufgehört hatte. Hab's einfach nicht geschafft.
      Irgendwie wurde es dann wieder besser mit der Luft.
      Vor
      einem Jahr wurde es wieder schlimmer. Ich musste ständig husten, so
      schlimm, dass ich mich deswegen übergeben musste. Bekam kaum Luft.
      Habe
      dann versucht, mit dem Rauchen aufzuhören und es hat mit Hypnose dann
      geklappt. "Jetzt wird alles besser!" dacht ich. Aber so war es dann
      nicht.
      Es wurde noch schlimmer, bis ich es dann im Sommer 2013 nicht
      mehr aushielt und zum Doc ging (Lungenarzt). Da wurde meine
      Lungenfunktion getestet und der Doc meinte, es wär irgendwas zwischen
      Asthma und COPD, eigentlich mehr COPD, aber dafür sei ich noch zu jung
      (26 Jahre), deswegen könne es das doch nicht sein. Er verschrieb Symbicort und weiterhin Salbutamol.
      Es wurde wieder besser.
      Dann fing ich wieder an zu rauchen, weil ich fürchterlichen Stress hatte mit der Zwischenprüfung und einem hochbrodelnden Trauma.
      Im
      September fing ich mir eine Erkältung o.ä. ein, die bis heute nicht so
      wirklich weg ist. Erst hatte ich Halsschmerzen, dann wieder Luftnot und
      ständig dieses Husten, bis sich alles verkrampft und nur noch weh tut.
      Es wurde besser und wieder schlechter.
      Zuletzt hatte ich dann 6
      Wochen am Stück schlimmen Husten mit Atemnot bei wenig Bewegung und in
      Ruhe schon. Daraufhin wieder zur Hausärztin, weil ich dachte, ich hätt
      wieder eine Bronchitis (akute). Die hatte ich in den letzten 3 Jahren
      mehrmals gehabt.
      Die meinte dann, es sei eine chronische Bronchitis
      und benutzte aber "chronische Bronchitis" und COPD in einem fort, und
      als ich sie fragte, ob das dasselbe sei, meinte sie nur "ja".
      Mittlerweile weiß ich, dass es eig. nicht dasselbe ist. Aus einer chronischen Bronchitis kann eine chronisch obstruktive Bronchitis (=COPD) werden.
      Ich
      hab dann Berodual Spray bekommen statt des Symbicorts, aber es hilft
      nur kurzzeitig.

      Ich war schon immer sehr anfällig für Erkältungen und Grippe und so, eigentlich bin ich ständig am schnupfen. V.a. in der kalten Jahreszeit. Habe auch in den letzten 3 Jahren so um die 8x Bronchitis gehabt.
      Doch es wurde immer schlimmer, die letzten 8 Wochen. Hatte laufend Atmenot, schon bei kurzen Strecken und auch in Ruhe. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu husten und es kam auch ordentlich Auswurf mit. Dazu ständig diese Müdigkeit....

      Das Rauchen hab ich dann seit zwei Wochen wieder eingestellt.

      Dann hatte ich letzte Woche so schlimme Atemnot, die sich durch kein Spray verbessern ließ usw.
      Bin dann zu meiner Ärztin und die hat mir gesagt, dass ich COPD im Stadium 1 hab, sowie zusätzlich einen aktuellen Infekt der Atemwege.
      Ich
      habe nen
      Termin zur Blutuntersuchung, und soll nochmal zum Lungenfacharzt wegen
      neuer Lungenwerte (die alten stammen vom Herbst 2013). Beim Röntgen war ich schon (um eine Lungenentzündung auszuschließen).
      Sie ist sich aber sicher und die Tatsache dass ich eig. zu jung bin, lässt sie auch kalt.
      Man
      hat ja auch früher gedacht, nur alte Omis bekämen Schlaganfälle und
      mittlerweile kriegen das auch Kids. Das ist so ihre Meinung.

      Ich kann jetzt mal froh sein, dass es so früh erkannt worden ist.
      "You yourself, as much as anybody else in the entire universe, deserve your love and affection." - Buddha
    • Danke dir! Und danke dir für dein Interesse!

      Erstmal muss ich mich schonen, bis der Infekt überstanden ist.
      Ich muss absolut Nikotinfrei bleiben, kann dann anfangen, mich sportlich zu betätigen (nix anstrengendes: tai chi, spazieren, schwimmen) und muss bissi abspecken und einige Dinge in der Ernährung beachten. Zusammen mit der regelmäßigen Einnahmen meiner Medis sollte das erstmal genügen.
      Achso. Ich muss versuchen, Infekte (vor allem in der kalten Jahreszeit) zu vermeiden. Ich bin sehr anfällig dafür und jeder Infekt kann das COPD schlimmer machen.
      "You yourself, as much as anybody else in the entire universe, deserve your love and affection." - Buddha
    • Hallo Schattenlicht,

      ich habe das hier gerade gelesen und wollte dich mal fragen, wie es dir inzwischen geht? Hoffe das ist ok.
      Zu jung für irgendne Krankheit gibts eigentlich inzwischen (leider) nicht mehr, es gibt immer so Durchschnittswerte aber man kann halt auch ein Einzelne/r sein, der / die Pech hat und ausm Muster fällt..

      Viele Grüße, eine Biene
    • Ich arbeite ja im Krankenhaus und ich hab noch niiiiieeee so ein junger Mensch mit COPD kennen gelernt. Die meisten sind wohl schon über 50 Jahre. Das ist sicher selten in so einem Alter und sehr schlimm, da COPD nicht heilbar ist.
    • Hallo,

      ich wollte nur mal kurz einwerfen, dass ich neulich bei meiner Hausärztin in einem der Sprechzimmer so ein Plakat gesehen habe, wie die Lunge ohne und mit COPD ausschaut. Ich meinte dann zu ihr, das hätte ich interessiert angeschaut, weil ein Bekannter von mir COPD diagnostiziert bekommen hat und sie sagte, dass sich COPD sehr wohl zurückbilden könne, dass das allerdings wenige wüssten, auch die wenigsten Ärzte. Ich weiß nicht, ob das stimmt, bin ja auch kein Arzt. Mein Bekannter sagt, er glaubt nicht dran (wobei er eh eher der pessimistische Typ ist), ich persönlich finde, dass die Aussage Hoffnung macht. Wenn Du magst hake ich nochmal nach, woher sie das weiß, dass es wohl "heilbar" ist.

      alles Liebe Dir

      Light
      "Wahnsinn hat keinen Sinn. Oder einen Grund. Aber er könnte ein Ziel haben." Zitat Spock
    • Von den ganzen Pflegekräften und von der Schule her weiß ich das COPD nicht heilbar ist. Eine Verschlimmerung kann verbessert werden aber sie kann nicht völlig ausheilen, deswegen heißt es ja CHRONISCH obstruktive Lungenerkrankung. Es gibt verschiedene Stadien und diese sind unterschiedlich zu behandeln aber heilbar ist diese Erkrankung leider nicht, da die Lunge dauerhaft verengt ist aufgrund entzündlicher Reaktionen der Bronchien.
    • hmmm wenn es "nur" aufgrund entzündlicher Reaktionen verengt ist, müsste man doch "nur" die Entzündung in den Griff bekommen, oder?

      Also ich spreche als Laie, aber für mich klingt das schon so, als wenn Hoffnung bestünde, wenn Du das so erklärst.

      Meine (große) Tochter hat Asthma und bei ihr sagten die Ärzte, man sieht bereits auf dem Röntgenbild, dass die Lungen verengt sind, bei ihr ist das aber genetisch, also erblich bedingt, ihr Erzeuger hat das auch.
      Wie gesagt, ich bin Laie möchte ich betonen.

      alles Liebe

      Light
      "Wahnsinn hat keinen Sinn. Oder einen Grund. Aber er könnte ein Ziel haben." Zitat Spock
    • Ja die Bronchien sind verengt aber chronisch, d.h. sie schlagen auf Medikamente nicht an.
      Genau wie bei Asthma. Asthma bekommt man auch nie mehr weg, wenn es chronisch ist. Gibt es bestimmte Auslöser z.B. bei Tierhaarallergien können diese vermieden werden. Aber bei einem chronischen Asthma besteht auch keine Heilung.
      Und ja das sind auch Verengungen mit Sekretabsonderungen der Bronchien. Dann könnte Asthma ja eigentlich auch schnell geheilt werden.. ist aber leider nicht so.
    • Wie entsteht eine COPD:

      Beim Einatmen wird jedoch nicht nur Sauerstoff aufgenommen. Auch lungenbelastende Schadstoffe können so in die Atemwege gelangen, was bei andauernder Belastung chronische Entzündungs- und Umbauprozesse in der Lunge in Gang setzt. Im typischen Krankheitsverlauf der COPD schwellen dabei zunächst die Schleimhäute in den Bronchien an und produzieren einen zähen Schleim.

      Die für die Reinigung des Bronchialsystems zuständigen Flimmerhärchen können diesen Schleim nicht mehr vollständig abtransportieren. Die Folge: Der Schleim setzt sich in den Bronchien fest und verursacht eine fortschreitende Lähmung der Flimmerhärchen. Mittelfristig entsteht dabei eine chronische Bronchitis. Die Betroffenen leiden unter quälenden Hustenattacken mit zähem Auswurf und sind stark gefährdet an der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) zu erkranken.

      Das passiert, wenn die Belastung durch Schadstoffe weiter bestehen bleibt und eine zunehmende Verengung (Obstruktion) der Atemwege eintritt. Diese Verengung wird von einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, den angeschwollenen Schleimhäuten und dem sich festsetzenden Schleim vorangetrieben. Wenn die Prozesse so weit voranschreiten, dass sie sich nicht mehr zurückbilden, lautet die Diagnose COPD. Eine vollständige Heilung kann nun nicht mehr erreicht werden.
    • Ich find's der absolute Hammer, wie hier manche anscheinend heimlich Medizin studiert haben. Oder woher auch immer sonst dieses Wissen kommen mag.
      Mir geht's komplett auf die Eierstöcke, wie man immer gleich zerlegt wird, wenn man was über eine Krankheit schreibt, die zumeist nur "alte Säcke" kriegen.
      Mir haben das zwei Ärzte unabhängig voneinander diagnostiziert.
      Und entweder ich mach jetzt was dagegen oder ich lass es.

      In diesem Sinne!
      "You yourself, as much as anybody else in the entire universe, deserve your love and affection." - Buddha
    • Aus deiner Erzählung geht nirgends hervor, dass dir das zwei verschiedene Ärzte diagnostiziert haben. Da is nur von einer die Rede, und selbst die war sich ja wohl nicht recht sicher. Deswegen hätte ich es durchaus sinnvoll gefunden, sich eine Zweitmeinung zu holen.

      Haste denn mittlerweile eigentlich mit dem Rauchen aufgehört?
      Memories are nice. But that's all they are.
      Final Fantasy X


      D:
    • Hallo Schattenlicht,

      sag mal, wie geht es Dir denn mittlerweile bezüglich Deiner Lunge?
      Und vor allem: Hast Du das Rauchen dauerhaft aufgehört?

      Ich frage, weil mich das Thema sehr berührt hat.

      Bei mir liegt leider auch eine Erkrankung vor und ich schaffe es einfach nicht, das Rauchen aufzuhören...
    • Huhu, danke dir für dein Interesse <3

      Mit dem Rauchen ist es schwierig... -.-'
      Ich hör immer wieder mal auf und fang wieder an usw.
      Momentan rauch ich wieder seit einem halben Jahr oder so.
      Und ich kann es einfach nicht lassen....

      Der Lunge.... naja in den Sommermonaten ist es recht gut, da merk ich kaum Symptome. Aber wenn es dann kalt wird, bin ich oft krank und nur am rumschniefen.
      Mein Immunsystem ist leider ziemlich für den Müll.
      Ich nehme auch Präparate, die es steigern sollen.
      Mehr schlecht als recht.

      Ich hab nun für mich beschlossen, dass es kein COPD ist xD weil ich da keine Leistungen bekomme von der KK, weil ich zu jung bin.... chronische Bronchitis ist es eh. Druff geschissen ob nun mit Obstruktion oder ohne.

      Darf ich fragen, was du für eine Krankheit hast?
      "You yourself, as much as anybody else in the entire universe, deserve your love and affection." - Buddha