Buchzitate und Textpassagen

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    • Traumfresserchen,Traumfresserchen,
      komm mit dem Hornmesserchen,
      komm mit dem Glasgäbelchen,
      sperr auf das Schnappschnäbelchen,
      Träume die schrecken das Kind,
      die lass dir schmecken geschwind!
      Aber die Schönen, die Guten sind mein.
      Drum lass sie sein!Drum lass sie sein!
      Traumfresserchen,Traumfresserchen

      Dich lad´ ich ein!


      (Das Traumfresserchen*Michael Ende) Buch und Hörspiel
    • Stephen King, Revival

      In wenigstens einer Hinsicht ist unser Leben wirklich wie ein Film.
      Die Hauptdarsteller sind unsere Familienmitglieder und Freunde, die Nebenfiguren Nachbarn, Kollegen, Lehrer und Bekannte. Dazu kommen die Kleindarsteller: die junge Frau mit dem hübschen Lächeln, die im Supermarkt an der Kasse sitzt, der freundliche Barkeeper in der Stammkneipe, die Typen, mit denen man dreimal pro Woche im Fitnesscenter trainiert.
      Und es gibt Tausende Statisten – jene Leute, die durch jedes Leben strömen wie Wasser durch ein Sieb, weil man sie ein einziges Mal sieht und dann nie wieder. Der Teenager, der bei Barnes & Noble vor den Graphic Novels steht, weshalb man sich an ihm vorbeischieben muss (mit einem gemurmelten »’tschuldigung«), um zu den Zeitschriften zu gelangen. Die Frau im Auto nebenan, die vor der roten Ampel ihren Lippenstift nachzieht. Die Mutter, die ihrer Kleinen Eiscreme vom Gesicht wischt, irgendwo in einem Lokal am Straßenrand, wo man zu einem kurzen Imbiss eingekehrt ist. Der Verkäufer, dem man bei einem Baseballspiel einen Beutel Erdnüsse abgekauft hat.

      Aber manchmal gerät eine Person in unser Leben, die in keine dieser Kategorien passt. Sie ist der Joker, der über die Jahre hinweg in unregelmäßigen Abständen aus dem Kartenstapel auftaucht, oft an einem entscheidenden Wendepunkt.
      Im Film wird eine solche Gestalt auch als Fünfter im Spiel oder Katalysator des Wandels bezeichnet. Taucht sie auf, so weiß man, dass sie da ist, weil der Drehbuchautor sie hineingeschrieben hat.
      Aber wer schreibt das Drehbuch unseres Lebens? Das Schicksal oder der Zufall? Lieber möchte ich Letzteres glauben. Das möchte ich von ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
      Wenn ich an Charles Jacobs denke – meinen Fünften im Spiel, meinen Katalysator, meine Nemesis –, so ist mir die Vorstellung, sein Auftreten in meinem Leben könnte irgendetwas Schicksalhaftes an sich haben, unerträglich. Das würde nämlich bedeuten, dass all die schrecklichen Dinge – diese Gräuel – vorgesehen waren.
      Ist das der Fall, dann gibt es nichts, was man als Licht bezeichnen könnte, und unser Glauben daran ist eine törichte Illusion.
      Ist das der Fall, dann leben wir in der Dunkelheit wie Tiere in ihrem Bau oder Ameisen tief unten in ihrem Haufen.
      Und wir sind nicht allein.
      Nur in der Stille hörst Du das Wort...
      Nur in der Dunkelheit siehst Du die Sterne...
    • "Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
      Ich kenn auch die Herren Verfasser;
      Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
      Und predigten öffentlich Wasser."



      Deutschland. Ein Wintermärchen Heinrich Heine


      da warn wir heut erst wieder bei so leuten die dir erzählen wollen wie die welt is und dich aber verarschen und was andres machen als sie dir versuchen vorzuschreiben hähä


      .........................
      ach kuck ma an da war ja schon wer hier :zwinker:
    • Percy jedoch streckte Harry feierlich die Hand entgegen, als ob er und Harry sich noch nie gesehen hätten:
      "Harry. Wie schön dich zu sehen."
      "Hallo, Percy", sagte Harry und mühte sich, nicht zu lachen.
      "Ich hoffe, dir geht's gut?", sagte Percy pompös und schüttelte ihm die Hand. Es war, als ob Harry einem Bürgermeister vorgestellt würde.
      "Sehr gut, danke."
      "Harry!", sagte Fred, schob Percy mit dem Ellbogen aus dem Weg und verbeugte sich tief. "Einfach toll dich zu sehen, alter Junge."
      "Großartig", sagte George, stieß Fred beiseite und ergriff seinerseits Harrys Hand. "Absolut umwerfend."
      Percy runzelte die Stirn.
      "Das reicht jetzt", sagte Mrs Weasley.
      "Mum!", sagte Fred, als ob er sie just in diesem Augenblick erkannt hätte, und packte ihre Hand: "Einfach unglaublich dich zu sehen."

      Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Gefangene von Askaban, S. 67/68

      Ich liebe die beiden :D
      Memories are nice. But that's all they are.
      Final Fantasy X


      D:
    • Twas brillig, and the slithy toves
      Did gyre and gimble in the wabe;
      All mimsy were the borogoves,
      And the mome raths outgrabe.

      Beware the Jabberwock, my son!
      The jaws that bite, the claws that catch!
      Beware the Jubjub bird, and shun
      The frumious Bandersnatch!

      He took his vorpal sword in hand:
      Long time the manxome foe he sought
      So rested he by the Tumtum tree,
      And stood awhile in thought.

      And as in uffish thought he stood,
      The Jabberwock, with eyes of flame,
      Came whiffling through the tulgey wood,
      And burbled as it came!

      One, two! One, two! And through and through
      The vorpal blade went snicker-snack!
      He left it dead, and with its head
      He went galumphing back.

      And hast thou slain the Jabberwock?
      Come to my arms, my beamish boy!
      O frabjous day! Callooh! Callay!
      He chortled in his joy.

      Twas brillig, and the slithy toves
      Did gyre and gimble in the wabe;
      All mimsy were the borogoves,
      And the mome raths outgrabe.

      "Jabberwocky" - Lewis Carroll

      --> Änderung: "r" vergessen
      "I am glad you are here with me. Here at the end of all things, Sam."
      Lord of the Rings
    • “Alice: Would you tell me, please, which way I ought to go from here?
      The Cheshire Cat: That depends a good deal on where you want to get to.
      Alice: I don't much care where.
      The Cheshire Cat: Then it doesn't much matter which way you go.
      Alice: ...So long as I get somewhere.
      The Cheshire Cat: Oh, you're sure to do that, if only you walk long enough.”

      "Alice in Wonderland" - Lewis Carroll
      "I am glad you are here with me. Here at the end of all things, Sam."
      Lord of the Rings
    • "Es ist keine Schande, Hilfe anzunehmen. Wenn die Seele sich in einem Netz von Schwärze und Ausweglosigkeit verfängt, ist es gut, wenn da jemand ist, der die Fäden durchtrennt, in die man sonst immer tiefer hineingesponnen wird."

      "Die Spur der Tränen" von Mark Neustädter (aka Oliver Kern), Sieben Verlag, ISBN 9783864433122
      I am and always will be
      The optimist. The hoper of far-flung hopes.
      The dreamer of improbable dreams.

      The Doctor
    • “But this is touching, Severus,” said Dumbledore seriously. “Have you grown to care for the boy, after all?”
      “For him?” shouted Snape. “Expecto Patronum!”
      From the tip of his wand burst the silver doe. She landed on the office floor, bounded once across the office, and soared out of the window. Dumbledore watched her fly away, and as her silvery glow faded he turned back to Snape, and his eyes were full of tears.
      “After all this time?”
      “Always,” said Snape.”

      J.K. Rowling, Harry Potter and the Deathly Hallows
      Memories are nice. But that's all they are.
      Final Fantasy X


      D:
    • »Also dann, bereit fürs Interview?«, fragt Cinna. An seinem Gesichtsausdruck erkenne ich, dass er Bescheid weiß. Er hat mit Haymitch gesprochen und weiß, wie grässlich ich bin.
      »Ich bin schrecklich. Haymitch hat mich eine tote Nackt-Schnecke genannt. Was wir auch versucht haben, ich hab's nicht hingekriegt. Ich kann einfach nicht so sein, wie er mich haben möchte«, sage ich.
      Cinna denkt einen Augenblick nach. »Warum bist du nicht einfach du selbst?«, schlägt er vor.
      »Ich selbst? Das bringt's auch nicht. Haymitch sagt, ich sei mürrisch und feindselig«, erwidere ich.

      »Das stimmt, das bist du ... wenn Haymitch in der Nähe ist«, sagt Cinna und grinst. »Ich sehe dich nicht so. Das Vorbereitungsteam betet dich an. Sogar die Spielmacher hast du für dich eingenommen. Und was die Bürger des Kapitols betrifft, also, die reden nur von dir. Niemand kann sich deinem Temperament entziehen.«

      Mein Temperament. Das ist ein neuer Gedanke. Ich bin mir nicht ganz sicher, was es bedeutet, aber es soll wohl heißen, dass ich eine Kämpfernatur bin. Dass ich Mut habe. Und ich bin ja auch nicht immer nur unfreundlich. Okay, vielleicht schenke ich nicht gerade jedem mein Herz, der mir über den Weg läuft, vielleicht könnte ich ein bisschen öfter lächeln, aber manche Menschen sind mir doch wichtig.

      Suzanne Collins . Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele
      Memories are nice. But that's all they are.
      Final Fantasy X


      D:
    • Ich stehe da und schaue zu, wie sich eine dünne Ascheschicht auf meine abgetragenen Lederschuhe legt. Hier war das Bett, das ich früher einmal mit meiner Schwester Prim geteilt habe. Da drüben stand der Küchentisch. Die Ziegel des Kamins, der eingestürzt ist und nun als verkohlter Haufen daliegt, dienen mir als Orientierung im Haus. Wie sollte ich mich sonst in dieser grauen Wüste zurechtfinden?

      Von Distrikt 12 ist praktisch nichts mehr übrig. Vor einem Monat haben die Brandbomben des Kapitols die armseligen Häuser der Minenarbeiter im Saum ausradiert, die Geschäfte in der Stadt, selbst das Gerichtsgebäude. Nur das Dorf der Sieger blieb von der Vernichtung verschont. Warum, weiß ich nicht. Vielleicht, damit es als Unterkunft für den einen oder anderen dient, der vom Kapitol hergeschickt wird. Ein einsamer TV-Reporter zum Beispiel. Oder eine Expertengruppe, die den Zustand der Kohleminen beurteilen soll. Ein Trupp Friedenswächter, der nach heimkehrenden Flüchtlingen sucht. Doch niemand ist zurückgekommen, außer mir. Und das auch nur kurz.

      Die Regierenden von Distrikt 13 waren dagegen, dass ich noch mal herkomme. Sie sahen darin ein kostspieliges und sinnloses Wagnis, denn mindestens ein Dutzend unsichtbare Hovercrafts schwirren zu meinem Schutz über mir, und neue Erkenntnisse sind nicht zu erwarten. Aber ich musste es einfach sehen. So sehr, dass ich das zur Bedingung dafür gemacht habe, bei ihren Plänen mitzuwirken. Schließlich gab Plutarch Heavensbee, der Oberste Spielmacher, der die Rebellenorganisation im Kapitol angeführt hat, sich geschlagen: „Lasst sie doch hinfahren. Lieber einen Tag verlieren als noch einen Monat. Vielleicht braucht sie die kleine Tour nach 12 einfach, um sich davon zu überzeugen, dass wir auf derselben Seite stehen.“ Dieselbe Seite. Ein stechender Schmerz durchzuckt meine linke Schläfe, ich presse die Hand dagegen. Es ist die Stelle, wo Johanna Mason mich mit der Drahtrolle getroffen hat. Die Erinnerungen verschwimmen, während ich versuche herauszufinden, was wahr ist und was falsch. Welche Abfolge von Ereignissen hat dazu geführt, dass ich hier in den Ruinen meiner Heimatstadt stehe? Keine leichte Frage, denn die Gehirnerschütterung klingt noch immer nach, und noch immer neigen meine Gedanken dazu, durcheinanderzugeraten. Und die Medikamente, die sie mir geben, um Schmerzen und Stimmung zu regulieren, führen manchmal dazu, dass ich Dinge sehe. Glaube ich wenigstens. So ganz bin ich immer noch nicht davon überzeugt, dass es eine Halluzination war, als sich der Boden der Krankenstation neulich nachts in einen Teppich aus sich windenden Schlangen verwandelte.

      Ich wende die Technik an, die einer der Ärzte mir empfohlen hat. Ich fange mit den einfachen Dingen an, von denen ich weiß, dass sie wahr sind, und arbeite mich dann zu den komplizierten vor. In meinem Kopf gehe ich die Liste durch ... Ich heiße Katniss Everdeen. Ich bin siebzehn Jahre alt. Meine Heimat ist Distrikt 12. Ich war in den Hungerspielen. Ich bin geflohen. Das Kapitol hasst mich. Peeta wurde gefangen genommen. Man geht davon aus, dass er tot ist. Höchstwahrscheinlich ist er tot. Es wäre für alle das Beste, wenn er tot ist...

      „Katniss. Soll ich zu dir runterkommen?“ Durch das Headset, auf dem die Rebellen bestanden haben, dringt Gales Stimme zu mir. Gale ist mein bester Freund. Er sitzt oben in einem Hovercraft und wacht über mich, bereit zum Sturzflug, falls irgendwas nicht stimmen sollte. Erst jetzt merke ich, dass ich auf dem Boden kauere, Ellbogen auf den Oberschenkeln, Kopf zwischen den Händen. Vielleicht sehe ich so aus, als ob ich gleich zusammenbreche. Aber das darf ich nicht. Nicht jetzt, da sie endlich die Medikamente absetzen wollen. Ich richte mich auf. „Nein. Mir geht’s gut“, sage ich. Zur Bekräftigung kehre ich meinem alten Haus den Rücken zu und gehe in Richtung Stadt. Gale wollte zusammen mit mir in Distrikt 12 abgesetzt werden, aber als ich seine Gesellschaft ablehnte, hat er nicht weiter darauf bestanden. Er versteht, dass ich heute niemanden in meiner Nähe haben möchte. Nicht mal ihn. Manche Wege muss man allein gehen.

      Der Sommer war glühend heiß und knochentrocken. Die Aschehaufen, die der Angriff hinterlassen hat, blieben nahezu unberührt von Regentropfen. Meine Schritte lassen sie einstürzen und an anderer Stelle wiedererstehen. Kein Windstoß zerstreut sie. Ich hefte den Blick fest auf die Straße, die in meiner Erinnerung hier einmal verlaufen ist. Vorhin, als ich auf der Weide gelandet bin, habe ich nicht aufgepasst und bin gegen einen Stein gestoßen. Nur dass es kein Stein war, sondern ein Totenschädel. Er kullerte davon und blieb mit dem Gesicht nach oben liegen, und lange konnte ich den Blick nicht von den Zähnen wenden, die ganze Zeit fragte ich mich, wem sie wohl mal gehört haben. Meine würden unter solchen Umständen wohl ganz ähnlich aussehen. Aus Gewohnheit bleibe ich auf der Straße, aber das ist keine gute Idee, denn überall liegen Überreste der Menschen, die versucht haben zu fliehen. Einige wurden vollständig eingeäschert. Andere, die wahrscheinlich im Qualm erstickt sind, entkamen der schlimmsten Feuersbrunst und liegen nun in unterschiedlichen Stadien der Verwesung da und stinken vor sich hin, bedeckt mit Fliegen, Beute für die Aasfresser. Ich habe dich getötet, denke ich, während ich an den Haufen vorbeigehe. Und dich. Und dich…

      Suzanne Collins . Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
      Memories are nice. But that's all they are.
      Final Fantasy X


      D:
    • "irgendwas zwischen Party und Selb*tmo*dversuch"

      "Wäre Gott ein Psychologe, er würde den Leuten raten, in ihrem Haus zu bleiben, sich nicht zu bewegen und auf jeden Fall die Fresse zu halten. Das ist die einzigst mögliche Taktik, dass irgendwie alles gut ausgehen kann"

      Dirk Bernemann
      Spiegel, Spiegel, sage mir. Was kann ich tun, damit ich ich bin?
      Und was kann ich tun, damit ich nicht ich bin?
      Es ist so einfach!
      [Miyavi - Jibun kakumei]
    • "... als müsste man von einer Klippe springen: Man will nichts lieber als sich hinknien und den festen Boden küssen, an ihm riechen, sich daran festhalten.
      Ich schätze mal, so ist Abschiednehmen immer – wie der Sprung von einer Klippe. Das Schlimmste ist, sich dazu durchzuringen. Sobald man in der Luft ist, kann man nichts weiter tun als loslassen.“
      (Lauren Oliver - Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie)
    • Ich hab vor ein paar Wochen auf dem Dachboden bei meinen Eltern rumgekramt und dabei dieses Schätzchen gefunden:
      Adolphine Breithaupt - Das goldene Buch der Frau, Seite 127

      Ich zitiere:
      "Welcher verständige Mann könnte an einem Ungesicht Wohlgefallen finden, auf dem Trug und Unwahrheit mit bunten Farben gemalt stehen. Wer möchte Lust empfinden, Lippen zu küssen, deren Purpur von Falschheit zeugt?
      Möchte dies unsere Jugend, unsere schöne Frauenwelt bedenken.
      Eine unverfälschte Natur, grad und bieder, ist selbst in minder schönem Gewande anziehender, als solche aufgeschminkte Puppe, denn letztere wird nie, was die Frau doch so sehr erstrebt, Liebe und Beifall erringen."

      Das hab ich meiner Familie vorgelesen, wir haben uns kaputt gelacht. Ich nenn jetzt alle nur noch Ungesicht. Unter anderem stehen da auch Rezepte drin, z. B. für ein Mittel gegen eine "böse Brust".

      Von der guten Adolphine gibt es auch noch "Die deutsche Frau in Küche und Keller", aber das hab ich auf dem Dachboden leider nicht gefunden. Wär bestimmt auch super gewesen.