Gutartiger Gehirntumor

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    • Gutartiger Gehirntumor

      Hallo,
      bei mir wurde während eines Klinikaufenthalts zufällig per MRT (Untersuchung nach S*iz*dversuch) ein Gehirntumor festgestellt.
      Ein 3 cm großer Tumor am Ende des Gehörgangs (linksseitig), der bis an den Gesischtsnerv ranreicht und am Hirnstamm wächst.

      Im April wird er an der Uni Klinik Hannover operiert. Momentan habe ich kaum köperliche Beschwerden, bis auf ein Horner-Syndrom seit Monaten (das Augenlid hängt ein wenig runter, die Pupille ist links wesentlich kleiner als rechts und der Augapfel ist ein bisschen nach innen eingfallen). Ansonsten höre ich links nicht mehr so gut und mir ist hin und wieder sehr schwindelig.

      Die Operation ist recht kompliziert und mit großer Wahrscheinlichkeitwird der Gesichtsnerv beschädigt. Das bedeutet, dass ich nach der Op eine halbseitige Gesichtslähmung haben könnte. Außerdem wird das Gehör links beschädigt/zerstört und der Gleichgewichtsnerv entfernt.



      Als ob die psychischen Probleme nicht schon genug wären :'(
    • Oh (schluck) liebe Sonntagskind :love1
      mögen alle guten Geister Dir zur Seite stehen und Dir Kraft , Vertrauen und Zuversicht dazu spenden.
      Die Worte Valerians und der lieben anderen hier an Dich kann ich nur zustimmen.
      Bitte sorge dafür, dass Du psychologische-therapeutische Unterstützung dazu bekommst !?
      Jetzt vorher und nachher .
      Ganz lieber Gruß und alles Liebe Dir, was irgend möglich ist

      Tournesol
    • Da kommen mir grad die Tränen. Das ist ja schlimm.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du die Kraft hast, das durchzustehen.
      Du kannst deinen Kummer hier auf jeden Fall mit uns teilen, aber such dir bitte auch im [definition=10]RL[/definition] jemanden.
      Da ist prof. Unterstützung wichtig, um das durchzustehen.

      Hier mal ein :kpaket: und ein :angel2: .

      Liebe Grüße, Schatti
      "You yourself, as much as anybody else in the entire universe, deserve your love and affection." - Buddha
    • Oh shit, manchmal hält das Leben echt Überraschungen bereit, auf die man gut und gerne verzichten kann. -.-


      Für Dich alles erdenklich Gute, ich drücke Dir ebenfalls die Daumen, dass die OP gut verläuft und nicht allzu viel kaputt gemacht wird.

      Diese Wartezeit muss doch auch die Hölle sein. :/
    • Danke für eure Antworten :love1

      Ich habe professionelle Unterstützung, gehe regelmäßig zum Psychiater und zur Therapie. Dann werde ich seit der Entlassung aus der Klinik noch von zwei sehr einfühlsamen und tollen Betreuerinnen unterstützt. Mein Vater, meine Schwester und eine gute Freundin sind ebenfalls für mich da und unterstützen mich so gut sie können.

      Alleine bin ich damit zum Glück nicht.

      Die Diagnose ist ein großer Schock für mich.

      Ich denke, es gibt ein Leben vor und ein Leben nach der Operation. Momentan fällt es mir noch sehr schwer zu akzeptieren, dass es nie mehr so sein wird wie vorher. Dass es keinen anderen Weg gibt als die Folgen der OP anzunehmen und froh zu sein, dass er nicht bösartig ist. Das ist aber auch nur wenig Trost :(

      Momentan kommen so ziemlich alle Gefühle hoch.. Wut, Ohnmacht, Traurigkeit, Verzweiflung, Angst, Ungewissheit :'(
    • Morgen zieh ich ins Krankenhaus ein. Koffer sind soweit gepackt, aufgeregt bin ich noch nicht so sehr. Das kommt wahrscheinlich heute Nacht oder morgen früh erst.
      Nun heißt es Abschied nehmen von meinem alten Leben.
      Ich hoffe, dass ein Weiterleben nach der OP noch lebenswert ist.
      Ich möchte nich entstellt aussehen.

      Dann kam heute Nachmittag noch ein Brief vom Amtsgericht, der mich umgehauen hat.
      Der Richter hat (ohne mit mir zu sprechen) eine Betreuerin, die ich noch nicht kennengelernt habe, für die Aufgabenkreise Gesundheitsfürsorge, Aufenthaltsbestimmung, Finanzen, Rechts-/Antrags- und Behördenangelegenheiten bestellt. Für ab sofort.

      Abgesprochen war mit der Betreuungsbehörde, dass nur Finanzen und Behördenangelenheiten von einem rechtlichen Betreuer übernommen werden sollen. Und nicht Gesundheitsfürsorge und Aufenthalt.

      Für mich ist das eine Frechheit. Das einfach so zu beschließen, ohne mit mir drüber zu sprechen.

      Und das einen Tag vor der stationären Aufnahme.

      Eigentlich möchte ich mich jetzt gerne auf andere Dinge konzentrieren, das lässt mir aber keine Ruhe.... :grr :baeh

      Also, machts gut und ich werde berichten, so bald ich kann. :wink
    • von mir auch alles erdenklich gute.

      hab auch eine Betreuung und wollt sie nur für das rechtswesen. ist aber auch Gesundheit und Aufenthalt mit drin. seh es als Unterstützung. sollte es dir nicht gut gehn nach der op kann sie helfen. wenn du mit ihr nicht zufrieden bist dann kannst du jederzeit wechseln.

      mach dir darüber jetzt kein Kopf und konzentriere dich auf dich selbst.

      alles erdenklich gute und Kraft
      :kpaket: :angel2:
    • Hallo

      Vielen Dank für die lieben Worte.

      Der erste Op-Termin im April wurde verschoben, weil ich am Aufnahmetage einen S*iz*dversuch unternommen habe, da ich die Ängste und die Ungewissheit vor den Op-Folgen nicht aushalten konnte.

      Der neue Termin war dann am 08.05.

      Die Op ist soweit gut verlaufen. Knapp 6 Stunden wurde ich operiert.

      Sie haben es geschafft, den Tumor zu entfernen ohne den Gesichtsnerv dabei zu beschädigen.
      Darüber bin ich unsagbar froh!! Das war meine größte Befürchtung.

      Leider bin ich jetzt auf dem linken Ohr taub, aber damit kann ich leben.
      Erst konnte ich nicht laufen, das besserte sich jedoch mit jedem Tag. Das Horner-Syndrom ist fast komplett verschwunden, dafür habe ich ein Sicca-Syndrom auf dem linken Auge (trockenes Auge, keine Tränenflüssigkeit).
      Auch damit kann man gut leben.
      Ansonsten chronische Kopfschmerzen, hin und wieder Gesichtsschmerzen. Gangunsicherheit....
      Aber Hauptsache keine Gesichtslähmung!

      Leider konnte nicht der ganze Tumor am Hirnstamm nicht entfernt werden. Der Resttumor muss/kann bestrahlt werden. Ich denke, das werde ich so im September/Oktober in Angriff nehmen.

      Nach der Op war ich ein paar Wochen in der Psychiatrie, um mich zu erholen.

      Gestern wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.

      Und mir geht's den Umständen entsprechend gut!



      Lg, Sonntagskind

      Vorsicht Triggergefahr, ein Bild von der OP-Narbe









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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sonntagskind ()

    • gut, dass Deine Befürchtungen sich nicht bewahrheitet bleiben. Besteht die Chance dass sich einige der Probleme mit der Zeit wieder beheben werden?

      Schön dass es Dir besser geht. So eine Operation ist eine riesige Belastung, das muss man erst einmal verarbeiten.

      Willkommen zurück! :lieb:
      Nur in der Stille hörst Du das Wort...
      Nur in der Dunkelheit siehst Du die Sterne...