Krankheiten und Psyche

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    • Krankheiten und Psyche

      Hallo zusammen,

      meine Frage ist vielleicht etwas komisch.

      Ich habe mehrere chronische Krankheiten ( u.a. Diabetes mellitus, Asthma, Restless legs, ect.)

      In den letzten Monaten ist es für mich immer schwieriger geworden Symptome der Psyche von denen Symptomen meiner chronischen Krankheiten auseinander zu halten.

      Also Panik- und Angstattacken, auch Flashbacks, sind identisch mit Unterzuckerungserscheinungen.

      Auch die Atemnot durch das Asthma ist spielt dabei rein.

      Ganz extrem empfinde ich es beim Restless legs Syndrom. Die gleichen Symptome habe ich , wenn man mich an den Beinen anfasst. Zum Beispiel durch die Physiotherapie.

      Geht es jemand genauso, oder bilde ich mir das nur ein?

      Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

      Viele Grüße

      Anni :(
    • Meine Schwester ist selbst Typ 1 Diabetiker und hatte die gleiche Problematik - sie war ansonsten "gesund" (also psychisch), hat dann aber aufgrund eines Erlebnis kurzzeitig Probleme mit Panikattacken gehabt. Das längere Problem war aber, dass sie danach bei jeder Unterzuckerung das Gefühl hatte, sie würde wieder eine Angstattacke bekommen - was dann natürlich tatsächlich zu Angst geführt hat.
      Grade beim Zucker hilft es dann vielleicht (war bei ihr jedenfalls so) ganz konkret die Realität zu überprüfen - das kann man ja mit den Blutzuckerwerten. Wenn man dann niedrige Werte hat, kann man sich das ganz bewusst machen und sich selbst sagen "Die Symptome die ich habe, lassen sich darauf zurück führen".

      Da muss man dann ja auch etwas gegen tun. Ich denke, beim Asthma ist es vermutlich ja auch nötig dagegen was zu machen (also Medikamente nehmen oä)?

      Mit Restless legs kenn ich mich nicht so aus - wie wäre für dich der Unterschied im Umgang damit, wenn du exakt sagen könntest "Dsa ist psychisch" oder "Das ist körperlich"?
      Ich finde die Frage insofern hilfreich, weil man dann vielleicht irgendwann sagen kann "Egal woher es grad kommt - ich habe grade XYZ Symptome und mein Umgang damit ist XYZ"

      Hoffe das war jetzt nicht zu wirr.
      Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Liebe!
    • Ich kenn das schon auch, und ich find es nicht so ganz einfach. bei mir ist halt andere Kontext, andere Symptome.
      Ich stell mir das bei Diabetes auch eher schwierig vor - jedesmal messen ist schon mühsam. Mir würde ein kontinuierliches Blutzucker-Messystem einfallen als Lösung (also Freestyle Libre), das könnte vielleicht helfen unterscheiden zu lernen. Insgesamt hilft wohl nur immer wieder nachspüren, was sich wie anfühlt, und wo doch die Unterschiede liegen....
      Beim restless legs ist ja sowieso schwierig "akut" was anderes zu tun als Aufstehen und Gehen - insofern ist auch die frage, was für dich wichtig wäre, da auseinanderhalten zu können, inwiefern Du dann anders reagieren könntest...
      Liebe Grüsse
      Anotherstory
      The basis of optimism is sheer terror (O. Wilde)
    • Hallo Goulish, hallo Anotherstory,

      vielen Dank für Eure Antworten.

      Mir helfen eure Berichte schon sehr. Allein, dass man damit nicht alleine da steht.

      Manchmal habe ich mir schon überlegt, ob die Psyche diese Krankheiten ausgelöst hat, damit ich registriere und reagiere und nicht mehr die Chance habe zu ignorieren.

      Also auf jeden Fall vielen Dank.

      Viele Grüße

      Anni :fanti1:
    • Hey,

      kennen das auch, gerade in Bezug auf Diabetes,sowohl bei extrem hohen Blutzuckerwerten als auch bei Hypo.
      Wir machen es halt tatsächlich auch so.
      Wir haben schon ne Weile gebraucht, bis wir psychische Symptome von denen des Diabetes unterscheiden konnten und auch jetzt messen wir im Zweifelsfalle nochmal, das bringt dann da Ruhe rein und wir wissen, was wir zu tun haben. Grad bei nächtlichem Unterzucker macht das Sinn, da sind Alpträume ja auch n Beispiel für n Symptom, das sowohl psychisch bedingt sein kann, als auch durch ne Hypo ausgelöst.

      Wir versuchen aber auch die Unterschiede auszumachen und das in Bezug zu setzen zur Situation.
      Tagsüber checken wir gedanklich auch, was wir gegessen haben, wann und wieviel, was wir gemacht haben und wie die aktuelle Situation aussieht.
      Im Zweifelsfalle und wenn wir halt nich messen knnen, pfeifen wir uns dann trotzdem Traubenzucker rein oder ne Limo und schauen, ob sich was verändert.

      Außer wir haben uns anderthalb zwei Stunden vorher nen halben Kuchen reingepfiffen lol... dann klemm ich mir das, weil die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher is, dass mein BZ grad derbe an der Decke is, das macht ja ähnliche Symptome wie ne Hypo.

      Ich würde dazu tendieren n Gefühl dafür zu bekommen und eben zu vergleichen und die Situation zu analysieren.

      Biste denn Typ1 oder 2?
      Nen Freestyle Libre bekommste von kk ja auch nur, bei Typ 1 oder bei Insulinpflichtigkeit bei Typ2.
      Wir messen auch mit nem normalen Messgerät nur, wenn wirklich n komisches Gefühl vorhanden is, weil wir die Teststreifen ja nich bezahlt bekommen und anderes Verbrauchsmaterial.

      Wollte nur sagen, kennen das Problem. Gehen damit aber langsam etwas sicherer um und beziehen nich mehr alles auf die Psyche.

      Wir denken schon, dass Diabetes in unserem Falle ne Langzeitfolge der psychischen Klamotten is, besonders in bezug auf die vorhandenen Essstörungen. Von nix kommt nix.


      Grüße
      Jake
    • An Jake,

      ich habe einen Typ 1 , aber erst mit 35 Jahren bekommen. Also recht spät.

      Ich trage eine Insulinpumpe. Den Freestyle Libre habe ich nicht, da er sich nicht mit meiner Pumpe verbindet. Müsste alle Werte per Hand in die Pumpe eingeben. Bei meinem BZ-Gerät geht das per Bluetooth.

      Und es ist bei mir genauso, dass ich es lediglich durch das Messen unterscheiden kann. Dann habe ich Klarheit.

      Es hört sich wahrscheinlich blöd an, aber ich bin froh, dass ich mir das nicht nur einbilde, sondern es anderen auch so geht.

      Danke.

      Viele Grüße
      Anni
    • Hallo Lilu,

      das wäre natürlich auch eine Überlegung. Es gibt bei mir als Baby da eine Geschichte.

      Aber ich habe das Asthma auch erst, wie den Diabetes mellitus, recht spät bekommen. Ich war 36 oder 37 Jahre alt.

      Aber ich weiß, ebenfalls gelesen, dass Asthma viel mit der Psyche zu tun hat.

      Die Frage ist halt immer, wenn ich schlecht Luft bekomme, ist es ein Asthma-Anfall, oder die Psyche. Da ich so und so Medikamente nehme, lässt es sich nicht immer eindeutig auseinander halten.

      Eine klare Abgrenzung würde ich mir bei all meinen chronischen Krankheiten zu den psychischen Problemen wünschen. Ich könnte dann gleich adäquat reagieren.

      Danke für Deine Antwort.

      Viele Grüße

      Anni :fanti1:
    • jeanies schrieb:

      Liebe Anni


      Anni schrieb:

      Die Frage ist halt immer, wenn ich schlecht Luft bekomme, ist es ein Asthma-Anfall, oder die Psyche.
      ...wenn du dein Notfallspray benutzt, wird dann die Atemnot weniger oder bleibt sie gleich?

      Liebe Jeanies,

      das ist, vor allem im Sommer, nicht ganz einfach. Ich leide unter allergischen und bronchialem Asthma.

      Im Winter ist es durch ein Spray leicht zu erkennen, ob es die Psyche, oder das Asthma ist. Im Sommer kommt die Allergie dazu, die nicht durch das Notfall-Spray zu beseitigen ist. Da wirken auch oft die Allergiemedikamente nicht richtig.
      Dann wird es schwieriger.